Die Search Console ist die Stelle, an der Google selbst sagt, wie es Ihre Website sieht: welche Seiten im Index sind, bei welchen Suchanfragen sie erscheinen und auf welcher Position. Sie ist kostenlos, und eingerichtet ist sie in einer Viertelstunde. Schwieriger ist das Lesen, denn mehrere Zahlen darin sehen eindeutiger aus, als sie sind.
Warum sich die Anmeldung überhaupt lohnt, steht im Beitrag Die Website wird nicht gefunden. Hier geht es darum, sie richtig anzulegen und die Berichte nicht misszuverstehen.
Domain oder URL-Präfix
Beim Anlegen fragt die Search Console, was sie erfassen soll. Google nennt das eine Property, und es gibt zwei Arten:
| Domain-Property | URL-Präfix-Property | |
|---|---|---|
| Eingabe | ihre-domain.de | https://www.ihre-domain.de/ |
| Erfasst | alle Subdomains (www, m usw.) und alle Protokolle (http, https) | nur Adressen mit genau diesem Anfang, Protokoll eingeschlossen |
| Bestätigung | nur per DNS-Eintrag | HTML-Datei, HTML-Tag, Google Analytics, Google Tag Manager oder DNS |
Nehmen Sie die Domain-Property, wenn Sie an die DNS-Verwaltung Ihrer Domain herankommen. Sie zeigt alles in einer Ansicht, auch die Varianten mit und ohne www. Eine URL-Präfix-Property ist dann richtig, wenn Sie einen Teil der Website getrennt betrachten wollen, etwa einen Sprachordner, oder wenn Sie keinen Zugang zum DNS haben.
Legen Sie die Property ruhig an, bevor die Bestätigung klappt: Laut Google beginnt die Datenerfassung, sobald die Property hinzugefügt ist, also schon vor der Bestätigung.
Bestätigen per TXT-Eintrag
- In der Search Console die Domain eingeben. Sie bekommen einen Wert, der mit
google-site-verification=beginnt. - In der DNS-Verwaltung Ihres Domain-Anbieters einen TXT-Eintrag anlegen. Das Feld für Name oder Host bleibt leer oder bekommt ein
@, der kopierte Wert kommt ins Wertfeld. - Zurück in der Search Console auf Bestätigen klicken.
Schlägt die Bestätigung fehl, warten Sie: Google schreibt, dass es bei manuell angelegten Einträgen bis zu zwei oder drei Tage dauern kann, bis der Anbieter den Eintrag ausliefert, und rät, es nach ein bis zwei Tagen erneut zu versuchen. Was ein TXT-Eintrag ist und wo Sie die DNS-Verwaltung finden, erklärt DNS-Einträge verstehen.
Die Search Console prüft regelmäßig, ob der Nachweis noch da ist. Fehlt er, bekommen Sie eine Nachricht, und nach einer Kulanzzeit laufen Ihre Berechtigungen ab. Beim Aufräumen der DNS-Zone oder bei einem Anbieterwechsel wird genau dieser unscheinbare Eintrag leicht übersehen.
Soll ein Dienstleister mitlesen, geben Sie ihm nicht Ihr Google-Passwort, sondern tragen Sie ihn unter Einstellungen → Nutzer und Berechtigungen als uneingeschränkten oder eingeschränkten Nutzer ein. Inhaber sollte der Betrieb selbst bleiben, damit der Zugang nicht mit der Zusammenarbeit endet.
Sitemap einreichen und einzelne Seiten anstoßen
Im Bericht Sitemaps tragen Sie die Adresse Ihrer Sitemap unter Neue Sitemap hinzufügen ein und klicken auf Senden. Wer Wix, Squarespace oder ein ähnliches System nutzt, hat meist schon eine Sitemap; Google schreibt, dass Sie dann weder eine eigene erstellen noch den Bericht nutzen müssen. Eingereicht zeigt sie Ihnen aber, ob Google die Datei lesen konnte.
Für einzelne Seiten gibt es die URL-Prüfung, die Suchleiste oben in jedem Bildschirm der Search Console. Dort sehen Sie, ob eine Adresse im Index ist, wann sie zuletzt gecrawlt wurde und welche Adresse Google als kanonisch gewählt hat. Live-URL testen prüft den aktuellen Stand, Indexierung beantragen stellt die Seite in die Warteschlange. Drei Dinge dazu aus Googles Hilfe:
- Meist dauert die Indexierung etwa einen Tag, sie kann aber auch ein bis zwei Wochen brauchen. Eine Garantie gibt es nicht.
- Pro Tag ist die Zahl der Anträge begrenzt. Für viele Seiten ist die Sitemap der vorgesehene Weg.
- Mehrfach beantragen beschleunigt nichts. Für eine schon indexierte Seite lohnt ein neuer Antrag nur nach einer wichtigen Änderung, die Google nach einer Woche oder länger noch nicht bemerkt hat.
Der Leistungsbericht: vier Zahlen und ihre Tücken
Unter Leistung zeigt das Diagramm vier Werte: Klicks insgesamt, Impressionen insgesamt, die durchschnittliche CTR (Klicks geteilt durch Impressionen) und die durchschnittliche Position. Eine Impression heißt, dass ein Link zu Ihrer Seite in den Ergebnissen stand und potenziell gesehen wurde.
- Die Position ist ein Durchschnitt. Google nennt sie selbst einen komplexen Messwert, der irreführend sein kann. Gezählt wird die jeweils höchste Position Ihrer Website, gemittelt über alle Impressionen. Ein Wert von 8 kann heißen, dass Sie stets auf Platz 8 stehen, oder bei einer Anfrage auf Platz 2 und bei einer anderen auf Platz 14. Kommen viele Anfragen weit hinten hinzu, verschlechtert sich der Durchschnitt, obwohl keine einzige Seite abgerutscht ist. Schauen Sie deshalb auf die Position je Suchanfrage in der Tabelle, nicht auf die Kurve.
- Die Daten hängen hinterher. Laut Google sind sie in der Regel nach zwei bis drei Tagen verfügbar, die jüngsten Werte können vorläufig sein. Ein Tag wird außerdem nach der Zeitzone Pacific Time abgegrenzt, nicht nach deutscher Zeit.
- Nicht jede Suchanfrage steht in der Tabelle. Seltene Anfragen werden anonymisiert — nach Googles Erklärung solche, die in zwei bis drei Monaten von nicht mehr als ein paar Dutzend Nutzern gestellt wurden. Sie fehlen in der Tabelle, zählen aber in den Summen des Diagramms mit. Dazu kommt eine Grenze von 1.000 Zeilen. Passt die Summe der Tabelle nicht zur Zahl oben, ist das kein Fehler.
Die Übersichten mit KI und der KI-Modus sind in diesen Zahlen enthalten, im Suchtyp „Web“. Eine Übersicht mit KI belegt dabei eine einzige Position, und alle Links darin bekommen dieselbe. Seit dem 31. August 2026 gibt es zusätzlich für alle Websites den Leistungsbericht zu generativen KI-Funktionen. Er zeigt nur Impressionen, aufgeteilt nach Seiten, Ländern, Geräten und Datum — keine Klicks und keine Suchanfragen. Hat eine Website dort zu wenige Impressionen, erscheint er nicht.
Auf dieser Website habe ich es selbst gesehen: An einem einzigen Tag kamen über 200 Impressionen für Dutzende fast gleich gebauter Anfragen dazu — jede RAID-Stufe, mit und ohne Leerzeichen, jeweils mit „Datenrettung“ oder „Datenwiederherstellung“ und „Frankfurt“. Fast alles am Desktop, im Schnitt um Position 34, an den Tagen davor und danach so gut wie nichts davon. So sucht kaum ein Mensch. Nach meiner Einschätzung ist das die Spur eines Werkzeugs, mit dem jemand, etwa ein Mitbewerber, seine Platzierungen für eine Liste von Begriffen abfragt. Beweisen lässt sich das von außen nicht, und es ist meine Deutung, keine Aussage von Google. Bevor Sie auf so einen Ausschlag hin eine neue Seite bauen, warten Sie ab, ob das Muster wiederkommt und ob Aufrufe vom Handy oder Klicks dazukommen.
Seitenindexierung: was die Meldungen bedeuten
Der Bericht zur Seitenindexierung teilt alle Adressen, die Google kennt, in „Indexiert“ und „Nicht indexiert“. Zwei Sätze aus Googles Hilfe nehmen ihm den Schrecken: Hat eine Website weniger als 500 Seiten, braucht man den Bericht wahrscheinlich gar nicht. Und der Status „Nicht indexiert“ ist nicht zwangsläufig schlecht — Ziel ist, dass jede wichtige Seite in ihrer kanonischen Fassung indexiert ist, nicht jede Adresse.
Die Meldungen unten sind so benannt wie in Googles Hilfe. In der Oberfläche heißen einzelne etwas anders, die noindex-Zeile etwa „Durch ‚noindex‘-Tag ausgeschlossen“.
| Meldung | Bedeutet | Zu tun |
|---|---|---|
| Seite mit Weiterleitung | Die Adresse leitet weiter, indexiert wird das Ziel | nichts, wenn die Weiterleitung gewollt ist |
| Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag | Eine Variante verweist korrekt auf die Hauptseite | nichts |
| Duplikat – vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt | Google hält die Seite für eine Kopie und hat selbst eine Hauptfassung gewählt | prüfen, ob Google die richtige gewählt hat |
| URL als „noindex“ markiert | Die Seite sperrt sich selbst aus | nur wenn sie gefunden werden soll: „noindex“ entfernen |
| Nicht gefunden (404) | Die Adresse gibt es nicht | nichts, wenn die Seite ersatzlos entfernt wurde; ist sie umgezogen, eine 301-Weiterleitung |
| Soft 404-Fehler | Die Seite wirkt wie „nicht gefunden“, liefert aber keinen 404-Code | beheben |
| Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert | Gelesen, aber (noch) nicht aufgenommen | nicht erneut einreichen, das sagt Google ausdrücklich |
| Gefunden – zurzeit nicht indexiert | Bekannt, aber noch nicht abgerufen, meist um den Server nicht zu überlasten | abwarten |
| Serverfehler (5xx) | Der Server hat mit einem Fehler geantwortet | mit dem Hoster klären |
Nach einem Relaunch füllt sich die Zeile „Seite mit Weiterleitung“ ganz von selbst. Wie man die Weiterleitungen dafür richtig anlegt, steht in Relaunch ohne Rankingverlust.
Stand: 2026-09-29. Die Angaben habe ich zu diesem Zeitpunkt anhand der Dokumentation der jeweiligen Hersteller geprüft. Anbieter ändern Adressen, Bezeichnungen und Menüwege ohne Ankündigung; prüfen Sie im Zweifel die Angaben Ihres Anbieters. Wer an fremden Systemen arbeitet, braucht die Erlaubnis des Betreibers.