Was ich Ihnen nicht verkaufe
Eine Platzierung in KI-Antworten. Es gibt sie nicht zu kaufen, und wer sie garantiert, verkauft Zufall als Leistung. Eine Untersuchung, die dieselben Anfragen über Wochen hinweg wiederholt an vier KI-Systeme stellte, fand: Rund zwei Drittel der zitierten Quellen wechseln von einem Tag auf den anderen. Selbst dieselbe Frage, am selben Tag mehrfach gestellt, lieferte nur zu etwa einem Drittel dieselben Quellen. Eine Monatskurve aus einer Einzelmessung pro Tag zeigt vor allem Rauschen.
Ebenfalls nicht im Angebot: versteckte Anweisungen an die KI im Quelltext Ihrer Seite. Das ist Manipulation und keine Optimierung — Google führt den Versuch, generative Antworten zu manipulieren, inzwischen ausdrücklich in seinen Spam-Richtlinien. Wenn Ihnen das jemand anbietet, ist das der Moment, das Gespräch zu beenden.
Und die llms.txt?
Die wird gern als Leistung verkauft und kostet mich zehn Minuten — nur bringt sie Ihnen nichts. Zwei Jahre nach dem Vorschlag ist sie kein Standard, und kein großer Anbieter dokumentiert, dass er sie liest; Google schreibt ausdrücklich, dass die Suche solche Dateien nicht verwendet. In einer Auswertung von über 137.000 Domains bekamen 97 Prozent der vorhandenen Dateien überhaupt keine Abrufe. Wenn Sie sie trotzdem möchten, lege ich sie an und sage Ihnen dazu, dass sie voraussichtlich nichts ändert.
Die ausführliche Fassung mit allen Quellen steht im Wiki: Die Website für KI-Systeme auffindbar machen.
Das ist keine getrennte Disziplin
Google ist an dieser Stelle ungewöhnlich deutlich. In seinem Leitfaden zur generativen Suche nennt es die Kürzel AEO und GEO beim Namen, ordnet sie schlicht der Suchmaschinenoptimierung unter und empfiehlt wörtlich, wirksame SEO-Strategien den „AEO/GEO-Tricks“ vorzuziehen. Was hier gemacht wird, wirkt deshalb auf beides: auf die KI-Antworten und auf die gewöhnliche Suche. Ein zweites Budget für ein zweites Fachgebiet brauchen Sie nicht.
Umgekehrt gilt dasselbe, und es ist der teuerste Irrtum bei diesem Thema: Für die KI-Funktionen von Google und Microsoft gibt es keinen eigenen Crawler. Die KI-Übersichten und Copilot hängen am ganz normalen Suchindex. Wer Googlebot oder bingbot aussperrt, verliert beides gleichzeitig.
Was Sie danach messen können — und was nicht
Seit 2026 gibt es zum ersten Mal belastbare eigene Zahlen, und zwar kostenlos. Die Google Search Console weist die KI-Übersichten und den KI-Modus in einem eigenen Bericht aus, allerdings nur als Impressionen ohne Klicks. Die Bing Webmaster Tools zeigen, bei welchen Anfragen Ihre Seiten in Copilot-Antworten herangezogen wurden. Beides richte ich ein und erkläre Ihnen, was dort steht.
Für ChatGPT, Claude und Perplexity gibt es nichts Vergleichbares. Jede Zahl, die Ihnen jemand dazu vorlegt, stammt aus eigener Messung von außen. Ich lege Ihnen deshalb keine vor.