Warum ein Ort mit 16.000 Einwohnern trotzdem online sichtbar sein muss
Erlensee ist aus Langendiebach und Rückingen zusammengewachsen, liegt wenige Kilometer nordöstlich von Hanau und hat rund 16.000 Einwohner. In einer Stadt dieser Größe funktioniert Mundpropaganda noch, und das ist ein echter Vorteil. Viele Betriebe hier sagen mir deshalb zu Recht: „Meine Kunden kennen mich."
Der Haken liegt woanders. Ihr Einzugsgebiet ist größer als Ihr Ort. Wer in Hanau, Bruchköbel, Langenselbold, Rodenbach oder Neuberg nach Ihrer Leistung sucht, kennt Sie nicht vom Sehen und fragt auch keinen Nachbarn. Er tippt zwei Wörter bei Google ein und ruft den an, der dort erscheint. Diese Kunden gewinnen oder verlieren Sie ausschließlich in der Suche — und sie sind der Teil Ihres Marktes, der noch wachsen kann.
Dazu kommt das Gewerbegebiet auf dem früheren Fliegerhorst, das seit Jahren Betriebe und Beschäftigte in den Ort bringt. Das sind Menschen, die hier arbeiten, aber nicht hier aufgewachsen sind — und die deshalb genauso suchen wie jeder Zugezogene.
Was Sie wirklich brauchen — und was nicht
Jetzt der Teil, den Sie von einem Webdesigner selten hören: Für die meisten Betriebe in Erlensee ist der richtige Umfang deutlich kleiner, als Ihnen anderswo angeboten wird.
Zuerst: das Google-Unternehmensprofil
Es kostet nichts außer Zeit und ist für einen Betrieb mit festem Standort fast immer die wirksamste einzelne Maßnahme. Es erscheint in der Suche und in Google Maps direkt neben der Karte, also noch vor den normalen Ergebnissen. Wenn Sie sonst gar nichts machen: machen Sie das. Vollständige Angaben, richtige Öffnungszeiten, ein paar aktuelle Fotos, und jede Bewertung beantwortet. Ich richte es auf Wunsch mit ein.
Danach: eine schlanke Seite
Vier oder fünf Seiten genügen den allermeisten Betrieben: Wer Sie sind, was Sie machen, für welches Gebiet, ein paar Bilder Ihrer Arbeit, und eine Telefonnummer, die sich auf dem Handy mit einem Tipp wählen lässt. Dazu Impressum und Datenschutzerklärung, weil die rechtlich nötig sind. Das ist kein großes Projekt.
Was Sie sich sparen können
Zwanzig Unterseiten, die nie jemand liest. Ein Redaktionssystem für Inhalte, die Sie danach nie ändern. Einen Blog, den Sie nach zwei Beiträgen aufgeben. Eine Terminbuchung, wenn Ihre Kunden ohnehin lieber anrufen. Und monatliche Gebühren für Funktionen, die niemand benutzt. Wenn ich bei Ihnen den Eindruck habe, dass eine dieser Sachen nur Geld kostet, sage ich es Ihnen — auch wenn ich daran verdienen könnte.
Wann Sie mich gar nicht brauchen
Wenn Sie auf Jahre ausgelastet sind, keine Mitarbeiter suchen und Ihr Einzugsgebiet bewusst klein halten wollen, dann ist Ihr Geld woanders besser angelegt. Das sage ich Ihnen im Erstgespräch offen, und das Gespräch kostet Sie trotzdem nichts. Mir ist ein ehrliches Nein lieber als ein Auftrag, über den Sie sich später ärgern.