Zuzug ist der Kundenstrom, den kaum jemand bewusst abholt
Bad Vilbel wächst seit Jahren. Neue Wohngebiete, gute Anbindung nach Frankfurt, und entsprechend viele Menschen, die hier neu anfangen. Für Ihren Betrieb heißt das etwas sehr Konkretes: Jeden Monat ziehen Haushalte zu, die noch keinen Hausarzt, keinen Zahnarzt, keinen Handwerker, keine Werkstatt, keinen Friseur und kein Stammlokal haben.
Diese Leute treffen ihre Wahl in den ersten Wochen, und sie bleiben dann oft jahrelang dabei. Es ist der am einfachsten zu gewinnende Kundenstrom, den eine wachsende Stadt zu bieten hat. Und er wird fast ausschließlich über Google verteilt, weil Zugezogene niemanden haben, den sie fragen können.
Bekanntheit im Ort hilft hier nicht
Das ist der unangenehme Teil. Wenn Sie seit zwanzig Jahren in Bad Vilbel arbeiten und im Ort jeder Ihren Namen kennt, nützt Ihnen das bei einem Zugezogenen genau nichts. Für ihn existieren Sie erst, wenn Sie in den Suchergebnissen auftauchen. Betriebe, die sich auf ihren guten Ruf verlassen, merken das oft erst nach Jahren — nämlich dann, wenn die Stammkundschaft altert und keine neue nachwächst.
Was bei dieser Suche entscheidet
Wer neu ist, sucht nach Leistung und Ort oder einfach „in meiner Nähe". Google zeigt darauf zuerst die Karte mit drei Einträgen. Wer dort steht, bekommt den Anruf. Deshalb ist auch hier das kostenlose Google-Unternehmensprofil der wichtigste Hebel: vollständig ausgefüllt, mit richtigen Öffnungszeiten, aktuellen Fotos und beantworteten Bewertungen. Erst danach schaut jemand auf Ihre Website — und die entscheidet dann, ob er anruft oder zum nächsten Treffer zurückgeht.
Erreichbarkeit ist bei Pendlern die halbe Miete
Bad Vilbel ist eine Pendlerstadt. Viele Ihrer potenziellen Kunden sitzen um neun Uhr morgens im Zug nach Frankfurt und suchen genau dann nach einem Handwerker. Anrufen können sie nicht. Wenn Ihre Seite kein Formular hat, das sich in einer Minute vom Handy aus ausfüllen lässt, verlieren Sie diese Anfrage an jemanden, der eines hat. Dasselbe gilt für Online-Terminbuchung bei Praxen und Dienstleistern: Für Pendler ist sie oft der Grund, sich für einen Anbieter zu entscheiden.
Ihr Einzugsgebiet endet nicht an der Stadtgrenze
Karben, Niederdorfelden, Schöneck, Massenheim, Dortelweil, Gronau — und in Richtung Süden schließt praktisch übergangslos Frankfurt-Bonames und der Frankfurter Norden an. Wenn Ihre Website nur von Bad Vilbel spricht, verschenken Sie Anfragen aus einem Gebiet, in das Sie ohnehin fahren würden. Ich benenne dieses Gebiet auf Ihrer Seite ausdrücklich — als Information für den Besucher, nicht als aneinandergereihte Ortsnamen, denn die erkennt Google als das, was sie sind.