Microsoft 365 für Betriebe gibt es in drei Stufen: Business Basic, Business Standard und Business Premium, dazu Apps for business, das im Kern nur die Office-Programme enthält. Die Namen legen nahe, dass jede Stufe von allem etwas mehr bietet. Tatsächlich sind Hauptpostfach und Cloudspeicher in allen drei Tarifen gleich groß. Der Unterschied liegt im Wesentlichen an zwei Stellen: ob Word, Excel und Outlook als Programme auf dem Rechner laufen, und wie viel Schutz für Geräte und Anmeldungen dabei ist.
Alle drei sind für Betriebe mit bis zu 300 Nutzern gedacht. Die Grenze gilt für alle Business-Lizenzen eines Kontos zusammen; wer darüber liegt, landet bei den Enterprise-Tarifen.
Was alle drei gemeinsam haben
- Geschäftliche E-Mail unter Ihrer eigenen Domain, mit 100 GB Postfach pro Nutzer. Wie die Domain angebunden wird, steht unter Eigene Domain mit Microsoft 365 verbinden.
- 1 TB OneDrive pro Nutzer, dazu SharePoint für gemeinsame Ablagen.
- Word, Excel, PowerPoint und Outlook im Browser und als App auf Handy und Tablet.
- Teams für Chat, Anrufe und Besprechungen — in den Fassungen mit Teams.
Eine Lizenz gehört zu einer Person, nicht zu einer Adresse. Zusätzliche Adressen derselben Person legen Sie als Alias an, bis zu 400 Stück, ohne Aufpreis. Und ein gemeinsames Postfach wie info@ braucht keine eigene Lizenz, siehe Geteiltes Postfach.
Der Unterschied in einer Tabelle
| Basic | Standard | Premium | |
|---|---|---|---|
| Word, Excel, PowerPoint, Outlook als Desktop-Programm | nein | ja, je Nutzer auf bis zu 5 PCs oder Macs, 5 Tablets und 5 Handys | ja, ebenso |
| Webinare in Teams | nein | ja, in der Fassung mit Teams | ja, ebenso |
| Archivpostfach | 50 GB | 50 GB | bis 1,5 TB |
| Geräteverwaltung (Intune Plan 1) | nein | nein | ja |
| Geräteschutz (Defender for Business) | nein | nein | ja |
| Schutz für E-Mail und Zusammenarbeit (Defender for Office 365 Plan 1) | nur Linkprüfung beim Anklicken | nur Linkprüfung beim Anklicken | ja |
| Anmeldung und Zugriff (Microsoft Entra ID) | kostenlose Version | kostenlose Version | P1, mit bedingtem Zugriff |
Was Premium zusätzlich bringt
Premium enthält alles aus Standard und dazu Sicherheitsbausteine, die Microsoft sonst einzeln verkauft. Drei davon machen im Alltag den Unterschied:
- Intune verwaltet Firmengeräte und Apps zentral. Geht ein Gerät verloren oder wird es gestohlen, lässt es sich aus der Ferne auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
- Defender for Business schützt die Geräte selbst: gegen Schadsoftware und Verschlüsselungstrojaner, mit Erkennung und Reaktion auf Angriffe am Gerät.
- Entra ID P1 bringt den bedingten Zugriff — Regeln, unter welchen Umständen eine Anmeldung überhaupt zugelassen wird.
Diese Bausteine wirken nur, wenn sie eingerichtet werden. Premium zu bezahlen und alles auf den Voreinstellungen zu lassen, bringt aus meiner Sicht wenig.
Die Varianten ohne Teams
In Deutschland bietet Microsoft alle drei Tarife in zwei Fassungen an: mit Teams und als „EWR (ohne Teams)“. Die Fassung ohne Teams ist billiger — im Jahresabo bei Standard und Premium um rund 2,80 € pro Nutzer und Monat, bei Basic um 1,40 €. Sie lohnt sich, wenn Sie für Besprechungen und Telefonie ohnehin etwas anderes nutzen. Braucht der Betrieb später doch Teams, lässt sich der Tarif wechseln.
Ein Sonderfall ist Apps for business: Desktop-Programme und 1 TB OneDrive, aber kein geschäftliches Postfach und kein Teams. Das passt nur, wenn die E-Mail anderswo bleibt. Beim Stand dieses Beitrags kostet es mehr als Business Standard ohne Teams, das die Desktop-Programme ebenfalls enthält und das Postfach mitbringt. Den Vergleich sollten Sie machen, bevor Sie Apps for business buchen.
Preise und Bindung
Die Preise von microsoft.com für Deutschland, Stand 29. September 2026, pro Nutzer und Monat, netto zuzüglich Mehrwertsteuer:
| Tarif | Jahresabo, jährliche Abrechnung | Monatsabo |
|---|---|---|
| Business Basic | 6,07 € | 7,28 € |
| Business Basic EWR (ohne Teams) | 4,67 € | 5,60 € |
| Business Standard | 12,13 € | 14,56 € |
| Business Standard EWR (ohne Teams) | 9,34 € | 11,21 € |
| Business Premium | 19,06 € | 22,87 € |
| Business Premium EWR (ohne Teams) | 16,28 € | 19,54 € |
| Apps for business | 11,00 € | 13,20 € |
Auf der Vergleichsseite zeigt Microsoft Standard und Premium derzeit vor allem im Paket mit Copilot, zu 20,36 € und 27,73 €. Die Preise ohne Copilot stehen auf den Seiten der einzelnen Tarife.
Das Monatsabo kostet bei allen Tarifen rund 20 Prozent mehr, ist dafür jederzeit kündbar. Das Jahresabo verlängert sich automatisch. Mit anteiliger Erstattung kündigen können Sie es nur in den ersten sieben Tagen nach Beginn oder Verlängerung; danach schalten Sie nur noch die Verlängerung ab und zahlen bis zum Ende der Laufzeit. Microsoft bietet außerdem das Jahresabo mit monatlicher Zahlung an — dafür nennen die Tarifseiten keinen eigenen Preis. Sehen Sie im Bestellvorgang nach, was dort steht, bevor Sie abschließen.
Beachten Sie auch die Lizenzzahl: Dazubuchen geht jederzeit. Reduzieren lässt sie sich bei Verträgen nach der Microsoft-Kundenvereinbarung nur in den sieben Tagen nach Kauf oder Verlängerung — beim Jahresabo also praktisch einmal im Jahr.
Meine Faustregel
Das ist meine Einschätzung, keine Aussage von Microsoft:
- Basic für alle, die am Rechner nur E-Mail und Browser brauchen oder hauptsächlich am Handy arbeiten — auf der Baustelle, im Lager, als Aushilfe.
- Standard ist der Normalfall im Büro: Outlook, Word und Excel als richtige Programme.
- Premium, sobald Notebooks mit Kunden-, Mandanten- oder Patientendaten das Haus verlassen. Für Praxen und Kanzleien halte ich es für den Regelfall.
Die Tarife lassen sich mischen, solange es zusammen nicht mehr als 300 Lizenzen werden. Nur gilt der Schutz aus Premium dann auch nur für die Nutzer mit Premium-Lizenz — ein Notebook, dessen Nutzer nur Basic hat, ist von Intune nicht abgedeckt. Wenn Sie die Varianten nicht allein durchrechnen möchten: Das gehört bei einem Umstieg auf Microsoft 365 zu dem, was ich vorab mit Ihnen kläre.
Stand: 2026-09-29. Die Angaben habe ich zu diesem Zeitpunkt anhand der Dokumentation der jeweiligen Hersteller geprüft. Anbieter ändern Adressen, Bezeichnungen und Menüwege ohne Ankündigung; prüfen Sie im Zweifel die Angaben Ihres Anbieters. Wer an fremden Systemen arbeitet, braucht die Erlaubnis des Betreibers.