Ein Drucker, der jede Woche neu eingerichtet werden muss, ist kein Druckerproblem. Es ist fast immer ein Adressproblem: Das Gerät bekommt vom Router jedes Mal eine andere Adresse, und der Rechner sucht es dort, wo es gestern war.
Wer das einmal richtig einrichtet, hat für Jahre Ruhe. Es sind zwei Schritte.
Schritt 1: dem Drucker eine feste Adresse geben
Im Netzwerk hat jedes Gerät eine Adresse, und die vergibt normalerweise der Router — zeitlich befristet. Nach einem Stromausfall, einem Neustart oder wenn der Drucker eine Weile aus war, kann er eine andere bekommen. Für Handys ist das egal. Für einen Drucker, den Rechner unter seiner Adresse ansprechen, ist es die Ursache fast aller Aussetzer.
Der saubere Weg führt über den Router, nicht über den Drucker. In der FRITZ!Box: Heimnetz → Netzwerk → den Drucker in der Liste anklicken → Diesem Netzwerkgerät immer die gleiche IPv4-Adresse zuweisen. Andere Router nennen das „DHCP-Reservierung“ oder „statischer Lease“.
Man kann die Adresse auch direkt am Drucker fest eintragen. Das funktioniert, birgt aber eine Falle: Der Router weiß nichts davon und kann dieselbe Adresse an ein anderes Gerät vergeben. Dann sind zwei Geräte unter einer Adresse erreichbar, und der Fehler sieht aus wie ein Gespenst. Über den Router vergeben, weiß es beide Seiten.
Schritt 2: den Drucker auf den Rechnern einrichten
Unter Windows: Einstellungen → Bluetooth und Geräte → Drucker und Scanner → Gerät hinzufügen. In den meisten Fällen findet Windows das Gerät im Netz von selbst.
Wenn nicht, wählen Sie „Der gewünschte Drucker ist nicht aufgeführt“ und dann die Einrichtung über TCP/IP-Adresse. Dort tragen Sie die feste Adresse aus Schritt 1 ein. Das ist der verlässlichste Weg, weil er ohne Suchdienste auskommt — und die sind es, die in Firmennetzen am häufigsten blockiert sind.
Windows und macOS bringen für die allermeisten Drucker alles mit, was zum Drucken und Scannen nötig ist. Das mitgelieferte Komplettpaket installiert dagegen gern Hintergrunddienste, Tintenwerbung und Update-Programme. Fangen Sie ohne an; nur wenn eine Funktion fehlt, die Sie wirklich brauchen, holen Sie den Treiber nach — dann vom Hersteller selbst und nicht von einer Treiber-Sammelseite.
Scannen ins Netz
Das Drucken läuft meist schneller als das Scannen. Für den Weg zurück gibt es drei Möglichkeiten, und welche taugt, hängt vom Gerät ab:
- Scan an E-Mail. Der Drucker verschickt das Ergebnis selbst. Bequem, aber er braucht dafür Zugangsdaten zu einem Postfach — und die liegen dann im Drucker. Nehmen Sie dafür ein eigenes Postfach, nie das Hauptkonto.
- Scan in einen Ordner im Netz. Der sauberere Weg im Betrieb. Er erfordert eine Freigabe und ein Konto, mit dem der Drucker darauf schreiben darf.
- Scan vom Rechner aus starten, über die Windows-Scan-App oder die Vorschau am Mac. Am wenigsten Einrichtung, aber man muss am Rechner sitzen.
Wenn nichts mehr geht
- Ist es ein Gerät oder sind es alle? Wenn nur ein Rechner nicht drucken kann, liegt es an diesem Rechner. Wenn keiner mehr kann, liegt es am Drucker oder am Netz.
- Prüfen Sie die Adresse. Fast jeder Netzwerkdrucker kann eine Statusseite ausdrucken, auf der seine aktuelle Adresse steht. Weicht sie von der ab, die auf dem Rechner eingetragen ist, haben Sie die Ursache — und Schritt 1 die Lösung.
- Hängt eine Warteschlange? Ein einziger fehlgeschlagener Auftrag blockiert manchmal alle folgenden. Warteschlange öffnen, alles löschen, neu drucken.
- WLAN oder Kabel? Drucker im WLAN sind die anfälligsten Geräte im Netz, weil sie oft in einer Ecke stehen. Wo ein Kabel möglich ist, ist ein Kabel die bessere Wahl.
- Nach einem Windows-Update plötzlich Schluss? Das kommt vor. Drucker entfernen und neu hinzufügen löst es meist; danach ist ein aktueller Treiber vom Hersteller der nächste Schritt.
Zwei Dinge, die im Betrieb dazugehören
Das Kennwort des Druckers ändern. Netzwerkdrucker haben eine Weboberfläche, und die steht ab Werk oft ohne Kennwort oder mit einem Standardkennwort offen. Wer im Netz ist, kann dort mitlesen, was gescannt wurde, und die hinterlegten Zugangsdaten auslesen.
Den Drucker nicht aus dem Internet erreichbar machen. Für den Zugriff von unterwegs gibt es keinen Grund, eine Portfreigabe einzurichten — wer von außen drucken muss, nimmt einen VPN-Zugang. Offen erreichbare Drucker werden im Netz automatisiert gesucht und gefunden.
Stand: 2026-09-22. Die Angaben habe ich zu diesem Zeitpunkt anhand der Dokumentation der jeweiligen Hersteller geprüft. Anbieter ändern Adressen, Bezeichnungen und Menüwege ohne Ankündigung; prüfen Sie im Zweifel die Angaben Ihres Anbieters. Wer an fremden Systemen arbeitet, braucht die Erlaubnis des Betreibers.