Sicherung, die wirklich sichert
Die häufigste böse Überraschung ist nicht die fehlende Sicherung, sondern die vorhandene, die niemand je ausprobiert hat. Sie lief monatelang, meldete nichts — und im Ernstfall stellt sich heraus, dass seit dem Betriebssystem-Update nur noch leere Ordner geschrieben wurden.
Wir richten Sicherungen deshalb so ein, dass sie sich melden, wenn sie nicht laufen, und prüfen in festen Abständen, ob sich die Daten tatsächlich zurückholen lassen. Das ist der Unterschied zwischen einem Backup und einem beruhigenden Gefühl.
Wie wir sichern
- Automatisch und täglich, ohne dass jemand daran denken muss
- Mehrere Stände, damit auch ein Fehler auffällt, der erst später bemerkt wird
- Getrennt vom Arbeitsgerät — eine Sicherung, die dauerhaft am selben Rechner hängt, wird bei Verschlüsselung mitgenommen
- Ein Stand außer Haus, für Feuer, Wasser und Einbruch
- Regelmäßiger Rückspieltest und Protokoll darüber, wann er zuletzt erfolgreich war
Ob das ein NAS im Haus, eine externe Platte im Wechsel oder eine verschlüsselte Sicherung in ein Rechenzentrum ist, hängt von der Datenmenge und davon ab, wie lange Sie im Ernstfall ohne die Daten auskommen. Wir rechnen das mit Ihnen durch, bevor etwas gekauft wird.
Datenrettung: was noch geht
Wenn es schon passiert ist, entscheidet die erste Stunde. Die wichtigste Regel lautet: weiterarbeiten macht es schlimmer. Gelöschte Dateien sind zunächst nur freigegebener Speicher — jeder weitere Schreibvorgang kann sie endgültig überschreiben. Bei einer Festplatte mit mechanischem Defekt kann jeder zusätzliche Startversuch die Oberfläche weiter beschädigen.
Wir prüfen zuerst, ob der Datenträger logisch noch lesbar ist, und arbeiten dann mit einer Kopie statt mit dem Original. Typische Fälle:
- versehentlich gelöschte Dateien und geleerte Papierkörbe
- formatierte oder nicht mehr erkannte USB-Sticks und Speicherkarten
- Festplatte oder SSD wird nicht mehr eingebunden
- Dateien nach einem Verschlüsselungsvorfall
- defektes NAS oder ausgefallener RAID-Verbund
Bei einem echten mechanischen Schaden — Klick- oder Schleifgeräusche — hört die sinnvolle Arbeit am Schreibtisch auf. Dann sagen wir Ihnen ehrlich, dass nur noch ein Labor mit Reinraum hilft, und welche Größenordnung dabei üblich ist. Wir versprechen nichts, was wir nicht halten können.
Vorher denken kostet weniger
Eine Datenrettung ist immer teurer als die Sicherung, die sie erspart hätte. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre aktuelle Lösung trägt, prüfen wir das in einem Termin — inklusive eines echten Rückspielversuchs. Passend dazu: IT-Sicherheit.
Häufige Fragen zu Backup und Datenrettung
Können Sie Daten von einer defekten Festplatte retten?
In vielen Fällen ja. Wir prüfen zuerst, ob der Datenträger noch logisch lesbar ist, und holen zurück, was zu holen ist. Bei einem mechanischen Defekt sagen wir Ihnen ehrlich, wann nur noch ein Labor hilft.
Was soll ich tun, wenn ich eine Datei gelöscht habe?
Das Gerät möglichst nicht weiter benutzen und nichts Neues darauf speichern. Jeder Schreibvorgang kann den freigegebenen Speicher überschreiben. Rufen Sie an, bevor Sie ein Rettungsprogramm installieren.
Wie oft sollte gesichert werden?
So oft, wie Sie Arbeit verlieren dürfen. Für die meisten Betriebe heißt das täglich, für Buchhaltung und Aufträge oft mehrmals täglich.
Reicht ein Cloud-Ordner als Backup?
Nein. Ein synchronisierter Ordner spiegelt auch Löschungen und Verschlüsselungen sofort mit. Er ersetzt keine Sicherung mit mehreren Ständen.
